02.10.2012 13.42 utc
- Ort: 53° 54,713 N 010° 42,289 E
- Wind: SW / 1-2 bft
- Wetter: Bewölkt / 14,7 °C
- Wassertemperatur: Wasser: 14,0 °C
Den Abschluss unserer schönen Reise feierte Silvia mit einem Glas Sekt. Ich hingegen erfreute mich an den Ergebnissen unserer diversen Testreihen, die ein wichtiger Bestandteil für unsere neu geplante langjährige Expedition sind. Um nicht ein unverständliches Zahlenwirrwarr zu erhalten, hielt ich mich während der Testzeit nur an praxisbezogene Beobachtungen. Für mich war wichtig, dass die Generatorstunden für das Beladen der Batteriebänke auf ein Minimum reduziert werden, denn hier hatte ich den schlechtesten Wirkungsgrad zwischen Verbrauch von Kraftstoff zum Ergebnis, bei meiner Überwinterung in Kanada, festgestellt. Durch den Einsatz des Windgenerators und der Fotovoltaikanlage mit der dementsprechenden Batteriekapazität ist es mir gelungen, auf die Verwendung des Generators fast vollständig zu verzichten. Wobei der Windgenerator eindeutig den Löwenanteil der Ladung tagsüber und nachts übernommen hat. Die Fotovoltaikanlage hätte zu einem besseren Ergebnis geführt, wenn die Montage zur Ausrichtung der Anlage nach dem Sonneneinstrahlwinkel einstellbar gewesen wäre. Ferner musste ich peinlichst darauf achten, dass keinerlei Verschmutzung oder nur die geringste Beschattung die Anlage in ihrer Wirkung beeinträchtigt. Für mich eine zeitaufwendige Aufgabe, der ich nur schwerlich, unter den extremen Bedingungen in den arktischen Gebieten, gerecht werden kann. Überaus positiv hat sich die Beseglung unseres Schiffes auf das Fahrverhalten und die ökonomische Fortbewegung ausgewirkt. Die kräftezehrenden Rollbewegungen auch bei etwas gröberer See von der Seite blieben im erträglichen Rahmen. Ferner wurde der Verbrauch pro Stunde um fast ein Drittel gesenkt, sodass unser über 20 Tonnen schweres Schiff etwas weniger als vier Liter pro Stunde bei einer Marschgeschwindigkeit von 5,4 Kn (10 km/h) benötigt. Nicht nur die eingesetzten Materialien, sondern auch der Versuch, jegliche Wettersituation auszunutzen, verhalfen zu diesen Ergebnissen. Abschließend möchten wir uns noch bei den Sponsoren, allen mithelfenden Händen und den treuen Webseitenlesern bedanken, die es möglich gemacht haben, solch eine Reise mit den Testreihen durchzuführen. Mit diesem Eintrag endet unser Logbuch Saimaa/Karelien. Weitere interessante Einträge, auch über unsere Vorbereitungen für die neue Expedition, die diesmal nicht nur zu Wasser, sondern künftig auch zu Land stattfindet, kann man unter Aktuelles verfolgen.
Weiterhin viel Freude auf unserer Seite wünschen Ihnen Silvia und Harald Paul















