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Logbuch "Heiß statt Eis"
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Tag und Zeit: 15.06.2018 10.20 utc
Ort: 51° 13,361´ N 005° 59,483´ E
Wind: SW / 1 bft  
Wetter: bewölkt / 25,8 ° C  
Wassertemperatur: 21,5 ° C  

Unser WRB9 ist momentan zum Stall umfunktioniert. Die Kühe sind zwar auf der Weide, doch ihre Neugier treibt sie zu uns. Mit der Zeit werden sie dann frech und wollen dann sogar noch in den Barge eintreten. Nicht das er das nicht aushalten würde, doch wenn sich dann die Kuh erschrickt, kommt es zu unkontrollierten Bewegungen, die dann doch Beschädigungen hervorrufen könnten. Das Zwerghuhn habe ich beim Moped fahren mit der Sportenduro im Gelände fernab jeglichem Gehöft im Gras gefunden. Es war so zahm, dass ich es mit der Hand leicht aufnehmen und im Rucksack zu den Booten transportieren konnte. Das Huhn hat sich augenblicklich im Barge eingewöhnt und fühlt sich wie zu Hause. Zwischenzeitlich bin ich einige Gehöfte abgefahren um zu fragen wer solch ein Huhn vermisst. Fehlanzeige die meisten Bauern haben keine Hühner mehr, sondern nur noch Intensivhaltung von Nutztieren. Alle Türen der Boote stehen offen, aber das Zwerghuhn bleibt bei uns und turnt auf allen Schiffen herum. Walter hat es zu fressen gern, da muss ich momentan aufpassen.


Tag und Zeit: 28.05.2018 16.42 utc
Ort: 51° 48,816´ N 005° 24,613´ E
Wind: E / 1 bft  
Wetter: sonnig / 30,7 ° C  
Wassertemperatur: 23,0 ° C  

Gerade der heutige Tag hat uns gezeigt was es heißt gut warm zu sein. Trotz beschatten der Schiffsscheiben von außen haben wir fast 40° im Inneren erreicht. Selbst für Kanaria Admirali ordentlich warm. Die Lüfter laufen auf Volllast. Unsere Schlafkabine schaffen wir durch die Klimaanlage auf konstante 22° zu halten. Die äußeren Bodenflächen des WRB9 heizen sich so auf, dass sie sich leicht wellen. Auf Walter muss ich aufpassen, dass er sich nicht die Füße auf dem Alu verbrennt. Mit Wasser kühle ich den Boden ab bevor er ihn betritt. Wenn ich mich an meine Jungendzeit in Brasilien erinnere wie heiß es dort war, kann das Thermometer schon noch ordentlich klettern. Heiß statt Eis beginnt.


Tag und Zeit: 21.05.2018 15.19 utc
Ort: 51° 44,511´ N 004° 44,492´ E
Wind: NE / 3-4 bft  
Wetter: sonnig / 30,0 ° C  
Wassertemperatur: 19,0 ° C  

Naturschutzgebiet Biesbosch erreicht. Ein riesiges Gebiet aus Inseln und Schilfflächen welches zwischen den Flüssen die Maas und die Nieuwe Merwede liegt. Durch dieses zum Teil sehr flache Areal mogeln wir uns gerade mit den drei Schiffen durch. Leichter Tidenhub und keine Fahrwasserkennzeichnung erhöhen die kleine Herausforderung mit unserem Tiefgang auch schwer zugängliche Ecken zu erreichen.


Tag und Zeit: 30.04.2018 17.57 utc
Ort: 52° 11,657´ N 006° 09,652´ E
Wind: SW / 5-6 bft  
Wetter: sonnig / 13,2 ° C  
Wassertemperatur: 16,0 ° C  

Von heiß kann ich in den letzten Tagen nicht reden. Die Temperaturen waren gerade mal einige Tage in der Mitte des Monats über 24° warm. Dann aber kühlte es sich wieder bis um die maximal 15° ab. Die Nächte waren deutlich unter 10°. Würden wir nicht das Grün um uns herum sehen, könnte ich glatt denken das wir wieder im Norden sind. Auf jeden Fall musste ich Holz für unseren Ofen hacken. Ich nutzte eine Windstille um trotz des etwas frischeren Wassers, noch schnell einen kleinen Tauchgang rund um die Schiffe zu machen, damit ich kontrollieren konnte das alles in Ordnung ist. Die Anoden gesäubert und die Schrauben der Antriebe auf Fremdkörper wie Angelschnüre überprüft. Momentan kämpfen wir gegen die Strömung der Ijssel zu Berg, an. Der Außenborder des WRB9 läuft mit und hilft so der Gypsy Life alle Schwimmkörper Stromaufwärts zu bringen. Wir halten Kurs gen Süden.


 

Tag und Zeit: 19.04.2018 11.30 utc
Ort: 53° 05,955´ N 005° 54,202´ E
Wind: SW / 3 bft  
Wetter: sonnig / 28,2 ° C  
Wassertemperatur: 16,0 ° C  

Auf wiedersehen Drachten in Friesland (Holland). Hier haben wir einige Monate über den Winter verbracht und alles wieder vorbereitet, damit die neue Herausforderung „Heiß statt Eis“ angenommen werden kann. Unser Kurs liegt nach Süd Holland an, um anschließend über den Fluss die Maas, (zu Berg) Belgien zu erreichen. Die Temperaturen sind schon wie man auf dem Bild erkennen kann, für uns recht hoch. Der helle Anstrich auf den Schiffsaufbauten und der Einsatz der Klimaanlage hat sich bewährt. Unser seit zwanzig Jahren eingespielter Lebensablauf aus dem Norden (Arktis) muss jetzt noch diesen Temperaturen angepasst werden. Für die neuen Leser des Logbuches einige Informationen vorab. Die Zeitangabe ist in utc (coordinated universal time) angeben. Dies ist die Basiszeit für die ganze Welt. Von der kann für jeden beliebigen Ort an dem man sich aufhält umgerechnet werden, damit man eine genaue Zeitvorstellung hat. Für Deutschland, Holland, Belgien, usw plus zwei Stunden dazu rechnen. Die Zeilen darunter bestimmen durch die Koordinaten, den exakten Ort an dem sich das Schiff zu der angegeben Zeit aufgehalten hat. Die Buchstaben und die Zahlen in der Zeile Wind fängt mit der Richtung an N für Nord, S für Süd, E für Ost und W für West Winde. Ein SW ist somit ein Süd West Wind. Die Zahl dahinter gibt die Windstärke in beaufort (bft) an. Eine 0 ist Windstille eine 12 ist Orkan. Orkane werden dann in fünf weitere Stufen eingeteilt, von denen wir in der Arktis gerade bei den Überwinterungen genügend Kostproben erhielten. Doch in den Breiten, die wir jetzt befahren wollen kommen solche Orkane normalerweise nicht vor. Als Richtung darf ich erwähnen das 5 bft etwa 30 km/h sind. 10 bft währen somit um 100 km/h und werden in unseren Breiten als starker Sturm bezeichnet. In der Arktis fällt das unter moderate Erfrischung und man fängt ab dieser Stärke überhaupt erst an von Wind zu sprechen. In diesem neu eröffneten Logbuch werde ich in unregelmäßigen Zeitabständen Informationen veröffentlichen, damit Sie als Leser an der Reise nach belieben teilnehmen können. Wir meine Frau Silvia, der Terrier Walter, der grönländische Kanarienvogel Kanari Admirali und meine Wenigkeit wünschen ihnen viel Spaß und gute Unterhaltung.


 

 
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